Unser erstes Frisbeebuch und ein paar große Standartscheiben bekam ich Februar 2009 zum Geburtstag geschenkt. Hope war zu dem Zeitpunkt 1,5 Jahre und wir hatten schon zuvor eine Frisbeeshow auf einem Hundeevent bestaunen dürfen. Ich war sehr beindruckt von den ganzen Sprüngen, den Tricks und der Dynamik der Teams. Ich hatte sowas zuvor noch nie gesehen.

Und dann stand ich nun da, fast noch im Winter, mit Buch und Scheiben und dem kleinen Terrier, der sehr gerne apportierte und spielte.

 

…von allem, egal wie lecker es auch ist.

 Diese Übung ist sowohl im Alltag als auch im Training sehr nützlich.  Anders als beim Jackpot Training handelt es sich um eine reine Impulskontroll-Übung. Den Aufbau des Jackpot Trainings behandeln wir in einem separaten Beitrag. 

Wie bei allen Übungen arbeiten wir auch hier freundlich und ruhig.  Carmen erinnert sich schmunzelnd an eine Hundeprüfung, bei der alle Hundehalter mit wildem, lautem „Nein“, „Pfui“, „Aus“ ihre Hunde  davon abhalten wollten, eine ausgelegte Wurst zu verspeisen, mit zweifelhaftem Erfolg. Es ist keine Frage der Lautstärke. 

Ziel der Übung ist, dass unser Hund beim Spaziergang wohlschmeckende Dinge gar nicht erst aufnimmt, wenn wir es ihm sagen.   

…was immer Du im Fang hast und ganz egal wie lecker es ist.

Was haben eine tote Maus, ein Apfel auf dem Feld oder ein Häufchen Marderkot gemeinsam? Es ist einfach wünschenswert, dass unsere Hunde einfach alles ausspucken, was sie im Fang haben, und sei es noch so lecker! Manchmal ist der 10. Apfel einfach zu viel für den Hundemagen, die Maus ist sicher verwurmt und befindet sich bereits in einem nicht sehr appetitlichen Stadium, und auch die Vorliebe unseres Hundes für Marderkot teilen wir ganz sicher nicht.

Es gibt viele Wege, einem Hund beizubringen, alles auszuspucken, was er am liebsten verschlingen würde. Carmen hat vor vielen Jahren ihren Weg gefunden.

 

Nachdem mein erster Puli Nugget leider früh verstarb und mir seine Fröhlichkeit sehr fehlte, da brauchte mein Herz wieder einen kleinen lebensfrohen Puli. Ich liebe diese Lebensfreunde der Pulis und will sie nie wieder missen. Das ist der Hauptgrund warum ich mich für diese außergewöhnliche Rasse entschieden habe.
Ich fand eine liebe Züchterin in der Nähe und die Zuchthündin war mit meinem Nugget verwandt, so kam nur ein Welpe von ihr in Frage.
Den Tag als sie anrief, dass mein kleiner Puli geboren wurde, werde ich nie vergessen.

 

 300 Kilometer entfernt leben und trotzdem ein gemeinsames Buch schreiben? Nachdem wir beschlossen hatten unseren Freudenweg  gemeinsam zu beschreiben, musste also ein Plan geschmiedet werden, wie wir das auch auf die große Entfernung effizient gestalten können. Aber nicht nur die Entfernung musste berücksichtigt werden. Wir führen beide ein sehr volles Leben und sind mit einem ganz unterschiedlichen Lebensrhythmus immer irgendwie rund um die Uhr beschäftigt.

 

Mein Name ist Samira und ich bin ein 4 Jahre altes Doggenmädchen.

Mein Start ins Leben war anfangs eigentlich gar nicht so übel. Ich wuchs mit meiner Schwester und meinen Eltern in einer Familie auf. Doch dann änderte sich plötzlich alles.

Es roch immer öfter nach Alkohol, die Launen unserer Menschen wurden immer unberechenbarer und schließlich wurden wir vergessen. Wir waren uns selbst überlassen, bekamen unsere Menschen selten zu sehen. Manchmal stellte man uns einen Napf mit Futter hin, manchmal wurden wir einfach nur angebrüllt und geschlagen. Die meiste Zeit waren wir aber allein. Wir träumten von der Welt da draußen. Wie es wohl vor der Tür aussehen mag?

Und wir träumten von Essen. Ich versuchte so gut es ging in unserem kleinen Reich Nahrung zu finden, klaute Konserven und bekam meist dafür Ärger.

   
© Carmen Schmid